Tatsächlich haben private Vorsorgekassen in den letzten Jahren überwiegend nicht die hohen Erwartungen erfüllt, die in Boomjahren in sie gesetzt wurden. Nicht selten lagen die Erträge sogar erheblich unter den Versprechungen. Für SPÖ Funktionäre ein Beweise, dass zweite und dritte Säule versagt haben und das staatlich organisierte Umlageverfahren halt doch das verlässlichste ist. Doch Moment: Wie hat denn der Staat das Geld verdient, wenn es offenbar sonst allen in der Volkswirtschaft an den Kragen ging? Er hat ganz einfach mehr Schulden gemacht. Die privaten Vorsorgekassen machen nur transparent, was in den staatlichen Pensionskassen genau gleich vor sich geht. Wenn es in der Gesamtwirtschaft nicht rund läuft, dann beutelt es alle.
Wenn manch nicht mitschunkeln, dann werden andere eben noch mehr durchgeschüttelt. Das Geld aus der staatlichen Pensionskassa war nicht sicherer, man hat es einfach jemand anders weggenommen.
Es werden aber weder im Vollumlageverfahren noch im Kapitaldeckungsverfahren (egal, ob privat oder staatlich) Werte erzeugt. Letztlich muss sich jede Generation darauf verlassen, dass die nachfolgenden Generationen ein Wirtschaftssystem betreiben, dass auch die Menschen im Ruhestand versorgen kann. Und das geht nur mit exzellent ausgebildeten jungen Menschen. Deshalb ist ein Investment in Bildung ein Rettungsanker für die Pensionen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.