Mit den Wölfen heulen – die ÖVP im Wahlkampf

Beatrix Karl meint, dass es sich schließlich um Kriminelle handelt, wenn ein Untersuchungshäftling vergewaltigt wird.

http://neuwal.com/index.php/2013/06/27/beatrix-karl-armin-wolf-transkript-interview-orf-zeit-im-bild-zib2/

Dann erfahren wir, warum sie so unerbittlich ist, wenn es um die rechtliche Gleichstellung Homosexueller geht. Ihr Glaube leitet sie.

http://derstandard.at/1373513084761/Wertegebend-im-Wahlkampf

Frau Mikl-Leitner wird offenbar nicht vom Glauben geleitet. Auch ein Kardinal hält sie nicht davon ab, Transparenz und Fairness anhand von pakistanischen Asylsuchenden zu praktizieren.

Offenbar gibt hier jemand die Parole aus, die rechte Flanke zu sichern. Wahlkampf auf dem Rücken von Menschen. Und hier geht es nicht um Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, also quantitative Fragen. Dort kann man theoretisch debattieren, ob die Schulden, die wir heute machen, um das Pensionssystem im Wachkoma zu halten, jemals Konsequenzen haben werden.

Das Leben von Menschen als Wahlkampfpfand einzusetzen, ist zynisch, denn das ist Praxis, keine Theorie. Und es ist ein qualitativer Eingriff in das Leben von Menschen. Wenn die Wahl zeigt, dass Österreich mehrheitlich kein Verständnis dafür hat, holt die niemand mehr retour.

Ist das ein Kommentar naiver Gutmenschen? Möglicherweise. Das Gegenteil ist aber nicht ein gescheiter Bösmensch, sondern nur ein Bösmensch. Ein Zyniker erklärte mir, dass das eben Wahlkampf ist, die meisten ÖVPler seien gar nicht böse.

Forrest Gump sagte: „Dumm ist, wer Dummes tut.“ Ich sage: „Böse ist, wer Böses tut.“

Leave a comment